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FlunkyRock Festival

Für Kompott.org durfte ich mit Philipp vom Orgateam des FlunkyRock Festivals sprechen, das dieses Jahr bereits zum dritten Mal stattfindet. Das Event findet dieses Jahr am Samstag, den 05.08.2017 statt und ist umsonst und draußen, inkl. Camping.

Die Aussprache

Dabei habe ich direkt die Gelegenheit genutzt, um mir eine Frage beantworten zu lassen, die für Festivalfreunde so essenziell ist, wie für den Philosophen die Frage nach dem Sein. Wie spricht man Flunkyball jetzt eigentlich richtig aus?

Zu meiner Überraschung erzählte mir Philipp von seinen Freunden, die einmal über einen Zeltplatz gegangen sind und beinahe jeden eben diese Frage gestellt haben. Das Ergebnis dieser repräsentativen Umfrage? Im Schnitt gebrauchen alle unter 22 die englische Aussprache (also „Fl[a]nkyb[oa]l“), alle darüber eher die deutsche („Fl[u]nkyb[a]ll“). Er sehe das aber ohnehin nicht so eng. Hätten wir das also geklärt.

Das Festival

2015 gegründet, verbindet das Festival ein Flunkyball-Turnier mit rockiger live Musik. Entstanden ist es aus der Idee, ein Turnier im heimischen Garten zu starten. Sofort davon begeistert, sprach der Nächste bereits von Live-Musik und so hat es sich weiter verselbstständigt.

Einen nicht unerheblichen Beitrag am bisherigen Erfolg des Festivals hatten die Veranstalter des BaseballRockt Festivals in Verl. Durch deren Initiative wurde das FlunkyRock bereits im ersten Jahr beim Musiknetzwerk zentralmusikOWL präsentiert, worauf einige Dutzend Bewerbungen eingingen. „Noch ein paar Upgrades bei Ton-, Licht,- und Bühnentechnik und aus der Veranstaltung war tatsächlich ein richtiges Festival geworden“, erzählt Philipp grinsend.

Doch damit nicht genugBisher ist die Veranstaltung stetig gewachsen. So gab es 2015 vierundzwanzig gemeldete Mannschaften, 2016 bereits 32. Dieses Jahr treten beeindruckende 42 Flunky-Ball-Teams gegeneinander an! Entsprechend konnte auch die Besucherzahl von anfangs über 500 im letzten Jahr auf über 600 gesteigert werden.

Auch die Anzahl der freiwilligen Helfer ist gestiegen. Dieses Jahr besteht die „Orga“ aus 9 Mitgliedern. Weitere Helfer rund um das Turnier und die Veranstaltung belaufen sich auf ungefähr 50 Männer und Frauen.

Auch die Reichweite der Veranstaltung lässt die Organisatoren staunen. So gibt es mittlerweile Anmeldungen aus dem Ruhrgebiet, Braunschweig, bis hin zu Bremen.

Die Förderer

CreateMusic und das KultursekretariatNRW, welche neben zentralmusikOWL noch drei weitere dieser Platformen in NRW betreiben, sind es nun auch, die nun bereits zum zweiten Mal die musikalische Ausrichtung des Festivals als Förderungswürdig erachten und monetär unterstützen.

Hierdurch ist es den Veranstaltern möglich, den zum Großteil unbekannten Bands Gagen zahlen zu können. Darüber hinaus werden Werbungs-, sowie laufende Kosten hierüber finanziert.

Die Förderung passt zu der selbst gesetzten Maxime, einen Großteil der Slots mit jungen, aufstrebenden Bands und DJs ohne große Plattendeals o.ä. aus der nahen Umgebung (OWL) zu besetzen.

Besonders bemerkenswert ist auch der gute Zweck der Veranstaltung. Alle Einnahmen gehen zu 100% an Aktion Lichtblicke e.V. Hierdurch sind in den letzten Jahren bereits ca. 2.200€ an Spenden zusammengekommen. Diese Summe möchten die Veranstalter schnellstmöglich verdoppeln.

Das Turnier

Startschuss fällt um 13:00 mit den Vorrunden. Musikalisch begleitet wird der Spaß von einem DJ.

14 Gruppen mit jeweils 3 Teams treten zuerst gegeneinander an. Neben dem Sieg entscheidet insbesondere auch die „Bierferenz“. Hierunter versteht man die Anzahl an Bieren, die bei Spielende nicht abgegeben wurden.

Und schon wird es taktisch! Denn jeder, der seine Dose leer abgibt, steht seinem Team nicht mehr als Hilfe zur Verfügung. Auf der anderen Seite wird bei einer Niederlage aber jede Dose negativ gewertet – egal wie voll sie ist. Außerdem kippen leere Dosen schneller und jede gekippte Dose bedeutet automatisch ein Strafbier. Es lohnt sich also, im Vorfeld ein gemeinsames Vorgehen zu bestimmen.

Die Motivation ist hoch, denn nur der Bestplatzierte zieht ins Achtelfinale ein. Ab hier wird im Ko-System entschieden. Weiter geht es bis ins Finale, welches auf dem Center Court vor der großen Tribühne gespielt wird. Und wem der Gänsehautmoment des Finaleinlaufs – im Dunkeln mit Bengalos und Hymne – als Ansporn nicht reicht, der hat garantiert im Hinterkopf, dass nur die ersten 4 Plätze prämiert werden.

Ab dem Achtelfinale starten dann auch die Konzerte. In den so genannten „Change Overs“, also den Pausen zwischen den Bands, toben dann die aufgeheizten Partien weiter.

Wer bei dem Turnier ein stumpfes Saufgelage erwartet, liegt weit daneben. Die Organisatoren geben sich alle Mühe den sportlichen Aspekt hervorzuheben. Die insgesamt vier Spielstätten werden abgekreidet, die Teilnehmer und Schiedsrichter in einem vorab Briefing noch einmal an Regelkunde und Sportsgeist erinnert. Zusätzlich bekommt jeder Spieler seine persönliche Rückennummer auf den Arm getagged. Denn ein Positionstauschen oder gar Auswechseln der Spieler, ist nach Turnierstart nicht mehr erlaubt.

Ein Grund mehr, mit dem Alkoholkonsum zu haushalten und zwischendurch auch genügend Wasser zu trinken. Denn es herrscht natürlicher Darwinismus: Je betrunkener die Teilnehmer, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage. Wahrscheinlich wurden auch deshalb in den Vorjahren keine Ausfälle bei den Teilnehmern gemeldet.

Um absolute Homogenität und gekühlte Getränke gewährleisten zu können, stellen die Veranstalter das Bier für die Teams. Hierfür fallen neben der Startgebühr von 40€ keine zusätzlichen Kosten an.

Die Musik

Dieses Jahr stehen sieben Bands in den Startlöchern, um den Besuchern ordentlich einzuheitzen. Dabei achtet man beim Booking natürlich darauf, eine breite Masse des Publikums zu erreichen. „Tanzbarer Rock“ steht daher besonders hoch im Kurs.

Wer sich ein besseres Bild des Programms verschaffen möchte, hat jetzt die Gelegenheit dazu.

Collectors Edition

Daily Business

Geronimo

  • Alternative / Post-Grunge aus Paderborn / Berlin
  • Facebook-Page
  • Bandcamp

Limelight Fire

Spliff Uppercut

Supersonic Stereos

The Esprits

DJ Philipp M

Habt ihr also eure Favoriten gefunden? Dann markiert euch den 05.08.2017 rot im Kallender! Die Jungs von Kompott.org werden ebenso am Start sein, wie meine Wenigkeit. Und wer weiß? Vielleicht bekomme ich in einer ruhigen Minute einige der Bands vor die Nase. Bleibt also gespannt – oder noch besser: Kommt vorbei!

Die Veranstalter freuen sich über jeden, der dem guten Zweck ein Gesicht hinzufügt.

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